Die Ankneipe

Wenn der Semesterstart soweit,
dann ist es Brauch seit alter Zeit,
daß Alt und Jung kommt auf das Haus
und kehrt die Ferien wieder aus.Kerzen, Leuchter, Stuhl und Tisch,
Wimpel, Krüge, Biergemisch:
alles muß bereitet sein
für der Kneipe schönen Schein!

Ist dies alles wohl gelungen,
wird das erste Lied gesungen.
Und wie könnt’ es anders sein? –
Das Bundeslied, stimmt alle ein!

Nach erstem Schluck auf aller Wohl,
grüßt der Senior salbungsvoll
Philister, Burschen und den Fux -
welcher ist schon jetzt sehr mucks.

‚Doch der Fuxmajor weiß Rat:
„Kanne, Fux, sei endlich staad!“
So ist die Ruhe wieder hergestellt
bis der nächste Cantus gellt.

Man nähert sich dem Inoffiz,
man hört’s auch an vermehrtem Witz
bei Corona und Präsid –
denn Letzteres zieht kräftig mit!

Der erste Bierquatsch wird schon angestimmt
und man der Fuxen Wort vernimmt,
als plötzlich setzt ein Gröhlen ein
und „Schieß den Hirsch“ zieht durch die Reih’n.

Doch der Präside nimmt’s gelassen
und bekommt ’nen Krug zu fassen,
prostet den zwei Zapfen zu:
„Trinkt mit mir und gebt dann Ruh’.“

So geht denn auch die schönste Stunde
zu Ende schon in dieser Runde.
„Sanktus Gambrinus“ begleitet uns hinaus -
auf Wiedersehen auf unserm Haus!

Tobias Mühlig v. Turbo Z!


Druckbare Version